Multidrop .
Multidrop ist ein Verfahren, das man mit einem Büroboten vergleichen kann, der aus einem Briefkasten die gesamte Post abholt und sie nachher in die entsprechenden Postfächer im Haus verteilt. Technisch funktioniert das so: Der Intranator holt Ihre Emails nur von einem Postfach beim Provider ab und sortiert diese Emails anhand der Kopfzeile (Multidrop-Header) in die Postfächer der einzelnen Benutzer. Der Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass nicht jeder Benutzer Ihres Netzwerks ein eigenes Postfach beim Provider benötigt, sondern nur auf dem Intranator. Auch wenn Sie z.B. nur über 5 verschiedene POP-Postfächer beim Provider verfügen, können durch den Intranator beliebig viele Personen ihre eigenen lokalen Postfächer verwenden.
Welche Voraussetzungen sind für Multidrop nötig?
Sie benötigen auf jeden Fall eine eigene Domain bei einem Provider wie z.B. ihre-firma.de. Ihre Emailadressen lauten dann z.B. ihr-name@ihre-firma.de. Viele Provider nennen das Multidrop-Verfahren auch "catch-all" oder "default-account". Im Grunde bedeutet es, dass alle Emails für eine Domain bzw. alle Emails für nicht existierende Adressen in dieser Domain an einen definierten Account geleitet werden (in diesem Fall legen Sie nur genau diesen einen Account an). Bei einigen Providern muss Multidrop explizit aktiviert werden, ansonsten werden Mails für nicht existierende Adressen verworfen. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrem Provider.
Identifizierung des Multidrop-Headers .
Der Multidrop-Header ist ein Teil des (oft unsichtbaren) Kopfes jeder Email. Er wird benötigt, damit der Intranator die Emails wieder auf die einzelnen Benutzer verteilen kann. Es gibt 3 Typen von Multidrop-Headern. Daher kann der Header je nach Provider variieren. Zur Identifizierung des Headers nehmen Sie am besten eine Email, die Sie über Ihr Multidrop-Postfach beim Provider empfangen haben. Stellen Sie dann unter „Dienste > Email > Domains“ ein, um welche Art von Multidrop Header es sich in den Emails von Ihrem Provider handelt.
Normaler Multidrop Header .
Zeigen Sie diese Email im Quelltext mit allen Kopfzeilen (Headern) an und suchen Sie nach einem der folgenden Begriffe: „Envelope-To:“ „X-Envelope-To:“ oder „X-RCPT-TO:“. Dahinter sollte Ihre Emailadresse stehen. Achtung: Das einfache "To:" ist kein Multidrop-Header! Wenn Sie eine Zeile dieser Art gefunden haben, markieren Sie „Normaler Header“ und geben Sie den Multidrop-Header (also z.B. X-Envelope-To:) mit dem „:“ in das Eingabefeld darunter ein.
Falls Sie eine Zeile finden, die „Delivered-To:“ lautet und in deren Inhalt die Empfängeradresse mit einer vorangestellten Kennung (auch Domainkennung genannt, ist häufig der Domainname, kann aber auch z.B. eine Kundennummer sein) steht, dann unterstützt Ihr Provider das Qvirtual-Verfahren. Aktivieren Sie in diesem Fall „Qvirtual (Qmail Unterstützung)“ und geben Sie nur die Domainkennung in das Feld ein, also z.B. "mbox-ihredomain.de-" oder "ihredomain-". Die Domainkennung ist eine spezielle Kennung für Ihre Domain, die von Ihrem Provider vor die eigentliche Empfängeradresse gestellt wird. Lautet die Header-Zeile Delivered-To: mbox-ihre-firma.de-meier@ihre-firma.de und Ihre Emailadresse „meier@ihre-firma.de“, so ist die Domainkennung „mbox-ihre-firma.de-“.
Kein Multidrop Header .
Wenn Sie keinen Multidrop-Header finden, können Sie auf „Received“ klicken. Der Intranator versucht, die Empfängeradresse aus den Received-Informationen zu ermitteln. Dieses Verfahren funktioniert in den meisten Fällen. Allerdings können dabei systembedingt einige Emails nicht richtig zugestellt werden. Manche Emails werden dann an den Postmaster zugestellt oder, wenn die Email an mehrere Empfänger in einer Domain ging, nur einmal. Diese Option ist daher nur als Notlösung gedacht, falls Ihr Provider keinen Multidrop-Header überträgt. Suchen Sie sich entweder einen anderen Provider oder überlegen Sie, auf eine feste IP-Adresse und SMTP-direkt umzustellen.
Beispiel: Multidrop bei 1&1.
Wenn Sie z.B. Ihre Domain ihre-firma.de bei 1&1 hosten lassen, können Sie alle Emails für Ihre Domain an ein Default-Postfach schicken lassen. Es wird der normale Multidrop-Header „Envelope-to:“ benutzt. Alle Mails, die an Adressen der Form irgendeine-adresse@ihre-firma.de geschickt werden, landen in diesem Default-Postfach. Der Intranator ruft das Postfach beim automatischen Transfer regelmäßig ab und sortiert neue Mail in die Postfächer der lokalen Benutzer ein. Wir empfehlen außer dem Default-Postfach kein weiteres Postfach anzulegen. Die Multidrop-Einstellungen werden unter „Dienste > Email > Domains“ vorgenommen.
SMTP .
Der Intranator ist auch in der Lage, als primärer Mailserver für Ihre Domain zu dienen und Mail direkt per SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) aus dem Internet zu empfangen. Dafür benötigen Sie aber unbedingt eine von Ihrem Provider fest zugewiesene IP-Adresse. Die IP-Adresse des Intranator muss beim Provider als Mailserver für Ihre Domain eingetragen werden (MX-Record im DNS). Auf dem Intranator muss der Typ der betreffenden Domain unter „Dienste > Email > Domains“ auf „SMTP direkt“ eingestellt werden. Weiterhin muss im verwendeten Internetprofil unter „Netzwerk > Provider > Profile > Firewall“ der eingehende SMTP-Port aktiviert werden.
Beispiel: Intranator als SMTP-Server für ihre-firma.de .
Sie sind über eine Standleitung angebunden, Ihnen gehört die Domain ihre-firma.de. Sie lassen die externe IP-Adresse des Intranator bei Ihrem Provider als Mailserver für ihre-firma.de eintragen. Auf dem Intranator konfigurieren Sie unter „Dienste > Email > Domains“ ihre-firma.de für „SMTP direkt“. Unter „Netzwerk > Provider > Firewall“ aktivieren Sie im Providerprofil den eingehenden SMTP-Port. Nun werden vom Internet aus alle Emails an ihre-firma.de direkt zugestellt.
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